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am Sonntag 5. Januar und 2. Februar 2020 bleibt die STEINZEITWERKSTATT GESCHLOSSEN!

 

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Das Pfahlbauhaus

Aufgrund grösserer Feuchtigkeitsschäden an den Pfählen wird das Pfahlbau-haus durch eine Neukonstruktion ersetzt. Anstelle eines jungsteinzeitlichen Gebäudes wird ein spätbronzezeitlicher Bau erstellt, wie man ihn vor Jahrzehnten bei Grabungen im Riesi angetroffen hat.
Wer das jungsteinzeitliche Pfahlbauhaus noch besuchen möchte, soll es also dieses Jahr noch machen!

Die Errichtung des jungsteinzeitlichen Pfahlbauhauses am Nordende des Hallwilersees, unweit der Badeanlagen von Seengen, geht auf Initiative von Max Zurbuchen, Leiter der Steinzeitwerkstatt Boniswil, zurück.
1989 konnte der Nachbau realisiert werden. Sponsor der Arbeits- und Materialkosten war der Lenzburger Rotary-Club, dessen Mitglieder beim Bau grössenteils selber Hand anlegten. Herzlichen Dank für diese äusserst wertvolle Unterstützung!
Das Pfahlbauhaus in Seengen gehörte zu den ersten nach archäologischen Funden rekonstruierten Pfahlbauhäusern der Schweiz. Ein Jahr später, 1990 entstanden im Rahmen der Pfahlbauland-Ausstellung in Zürich einige Häuser, die leider wieder abgebrochen wurden. Jahre später wurden in Gletterens am Neuenburgersee, im Laténium von Hauterive sowie in Wauwil weitere Nachbauten realisiert.

Wichtig für Max Zurbuchen war, dass der Nachbau von Seengen strikt mit Materialien und Techniken wie sie in der Jungsteinzeit angewandt wurden, errichtet wurde. Damit wurde es der Experimentalarchäologie möglich, auch kaum sichtbare Probleme, mit denen die damaligen Bewohner zu kämpfen hatten, zu erkennen.
Dank immer wiederkehrenden Renovationsarbeiten durch Max Zurbuchen darf das Pfahlbauhaus bald seinen 30. Geburtstag feiern. Die nächste Renovation steht im Mai 2018 an, auch diesmal wieder mit Unterstützung der Kantonsarchäologie Aargau und von Studierenden der Ur- und Frühgeschichte der Universität Bern.

Heute ist das Pfahlbauhaus zu einem attraktiven Glied der Steinzeitwerkstatt Boniswil geworden. Schulklassen und Vereine lassen sich gerne das Werden, Sein und Vergehen jungsteinzeitlicher Häuser und Siedlungen erklären. Und so ist es keine Überraschung, wenn gewisse Schüler am liebsten gleich ihr Klassenlager hier verbringen würden!

Othmar Wey