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Steinzeitwerkstatt

Seeweg 16

CH-5706 Boniswil AG

 

„Sammlung Alt-Posthalter Hauri“

 

Ganz überraschend wurde kürzlich die Steinzeitwerkstatt durch eine hervorragende aus mehreren Schubladen bestehende bronzezeitliche Sammlung ergänzt. Dabei handelt es sich um die Sammlung von „Alt - Posthalter Hauri“, 1871-1944, Seengen, übrigens eine Schenkung von „Beck“ Max Hächler, Seengen, deren Hauptteil aus einzigartigem Bronzeschmuck, wie filigrane Nadeln oder exquisite Schnallen besteht. Somit kann zusätzlich zu den vielfältigen Objekten aus der Steinzeit einiges aus der Epoche der Bronzezeit in unserer Steinzeitwerkstatt bewundert werden, was nicht nur für Schulklassen eine Bereicherung darstellt.

 

 

SENSATIONELLER ZUNDERPILZ AM HALLWILERSEE

durch 200er Mitglied Bruno Fürst

 

Unweit Beinwil am See (der genaue Standort muss geheim gehalten werden) entdeckte kürzlich der Hallwilersee-Ranger Bruno Fürst (hier im Bild) im Wald am Seeufer eine vom Blitz getroffene nun langsam absterbende Buche mit diesem seltenen Zunderporling (lat. Fomes Fomentarius). In der Baumkrone befand sich dieses ausserordentliche grosse Exemplar von äusserst seltener Schönheit, wohl einzigartig bis jetzt in der Schweiz.

 

Diese Zunderpilze wachsen bakanntlich (nur) am Totholz der Buche oder der Birke. In der Südschweiz können sie gelegentlich auch an abgestorbenen Edelkastanien vorkommen. In einer über einstündigen Aktion konnte in der zweiten Märzwoche dieses Prachtsexemplar durch eine Equipe mit professioneller Baumpflegeausrüstung bei garstigem Wetter erfolgreich geborgen werden.

 

Ab sofort kann es nun als Ausstellungsstück in der Sammlung der Steinzeitwerkstatt Boniswil bewundert werden. Denn seit der Steinzeit brauchte man eben die innere Schicht des Pilzes (Tramaschicht) -  nach entsprechendem Bearbeitungsverfahren - als Funkenempfänger des vom Markasit stammenden „warmen“ Funkens  – primär ausgelöst durch einen Schlag des Feuersteinzeugs mittels Silex (Feuerstein) – lange vor der Erfindung des Schwefelholzes.

 

Max Zurbuchen Leiter der Steinzeitwerkstatt

 

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Neu: jetzt im Programm „Kultur macht Schule“ / Impulskredit aufgenommen.

Infos HIER

Sensationeller Grab-Fund in Seengen:

Frühmittelalter 6./7. Jahrh. n. Chr.

Auf dem Bauareal neben der Bäckerei Studler in Seengen wurden von Max Zurbuchen zwei Alemannengräber gefunden und freigelegt! Hier gehts zu den Details KLICK

DAS ÄLTESTE STEINWERKZEUG DER SCHWEIZ IN DER STEINZEITWERKSTATT BONISWIL

 

Anlässlich eines Besuches der Vereinsmitglieder Tatort-Vergangenheit Abteilung Archäologie, Museum Liestal, konnte der Leiter der Steinzeitwerkstatt Max Zurbuchen ein aussergewöhnliches Geschenk vom Überbringer Dr. Jürg Sedlmeier am 13. Sept. 2014 entgegennehmen - eigentlich eine Unglückszahl nach dem deutschen Aberglauben, hier aber ganz offensichtlich eine Glückszahl. Das einmalige Jahrhundertgeschenk ist eine originalgetreue Kopie (Abguss) des ältesten Steinwerkzeuges der Schweiz, der berühmte „Faustkeil von Pratteln“ aus Jurafeuerstein. Fundjahr: 1974, Alter: 120 000 Jahre. Damals als der erste Faustkeil der Schweiz, ging er wie das Auffinden der Gletschermumie „Ötzi“ in die schweizerische „Urgeschichte“ ein und ist heute in den meisten Schullehrmittel aufgenommen für den Geschichtsunterricht.

 

Die genauen Datierungsuntersuchungen sind noch im Gange. Nach neueren Nachgrabungsmethoden, konnte man feststellen, dass der Faustkeil im eiszeitlichen Deckenschotter transportiert wurde und so nicht mehr an seinem ursprünglichen Fundort lag. Damit könnte der Fund noch viel älter sein, bis zu 400 000 Jahre. Das verwendete Silexrohmaterial konnte ebenfalls durch eine Spezialistin Frau Dr. Jeanne Affolter aus Neuenburg ermittelt werden. Der Rohstoff stammt aus einer regionalen Lagerstätte bei Lausen.

 

Unsere Besucher - vor allem die Schulklassen - können sich mit diesem berühmten Fundstück handgreiflich auseinandersetzen und sich freuen. Der Förderverein Steinzeitwerkstatt Boniswil ist damit mit einem sensationellen Fundstück bereichert worden und dankt dem Verein Tatort-Vergangenheit herzlich.

 

Der Leiter der Steinzeitwerkstatt Boniswil

Max Zurbuchen

Aufgedockter Einbaum von damals als Vorbild

 

Dieser neben dem Pfahlbauhaus im Seenger Moos ausgestellte Einbaum wurde 2014 dort geländet. Obschon das Schaustück aus der Neuzeit stammt, vertritt es von der Form und der Machart her einen Einbaum aus der Stein- oder Bronzezeit makellos.

Wie archäologische Funde belegen, beherrschten Menschen bereits im Mesolithikum (also vor über 10'000 Jahren) die Technik, einen Baum auszuhöhlen und ihn als Transportmittel für den Handel verwenden zu können. Man kann heute davon ausgehen, dass gefällte Stämme mit Steinbeilen ausgehöhlt wurden (die ältesten Funde sind Beile aus Silex-Feuerstein). Seit dem Neolithikum (Jungsteinzeit; 5‘500 – 2‘200 vor Chr.) wurden diese durch Querbeile abgelöst. Sie werden auch Dechsel genannt.

Als Baumaterial eigneten sich in der Regel mächtige Eichen, später Linden, Kiefern und Weisstannen, welche frisch behauen wurden, was ein grosses handwerkliches Geschick erforderte. Die Annahme, Bäume seien mit Feuer ausgebrannt worden, wurde noch nie bestätigt, allerdings kursiert dieses Märchen immer noch. Es handelt sich dabei um beleglose Spekulationen. Es ist allgemein bekannt, dass grünes, frisch geschlagenes Holz sehr schlecht brennt.

Interessanterweise gab es noch bis 1960 am Ägerisee /Kt.ZG Einbäume, die für den Fischfang benutzt und hergestellt worden sein sollen.

Der hier realisierte Einbaum hat ausser der Form und einer zu erwartenden Fundhäufigkeit mit einem echten archäologischen Fund nichts zu tun, stellt hingegen jedenfalls ein Artefakt mit historischem Hintergrund, sozusagen «wie es hätte sein können» dar. Beides  -  Pfahlbauhaus und Einbaum  -  sollen dazu dienen, die Wandergäste zu erfreuen. Die Betreuung erfolgt durch die Leitung des Fördervereins «Steinzeitwerkstatt» Max Zurbuchen und Pitsch Schmid, Seengen Kt. AG, 1. Oktober 2014 a.d.